Alarmzeichen an Straßenbäumen. Mutmaßliche Verursacher: Hitze! Wassermangel! Müll!
- Umweltbildung Spandau

- vor 11 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Ein Mitmach-Projekt:

Dies ist ein Gastbeitrag von Ute Brüning (Klimastammtisch Spandau). Gerne könnt ihr euch an diesem Projekt beteiligen & belastete Bäume melden! Mehr dazu im Beitrag!
Spandau ist reich an schönen, alten Bäumen. Das hat die kleine Baumuntersuchung des KlimaTischs 2025 ergeben. Allein in Wilhelmstadt gehörten ca 72 % zu den „alten“ Bäumen, also solche, die schon über 40 Jahre am Ort stehen und dort Feuchtigkeit und Kühle verbreiten. Doch – Schock! Über die Hälfte von ihnen war sichtlich krank. Und 2026 sind sie noch kränker.
Eine Foto-Dokumentation entsteht, um dieses „Mehr“ der Schäden sichtbar und begreifbar und vergleichbar zu machen. Ein Anfang: https://klimatisch.jimdofree.com/stra%C3%9Fengr%C3%BCn/alarmzeichen/
Wie können wir möglichst viele Spandauer Straßenbäume erhalten?
Die Frage setzt einen genauen Kenntnisstand voraus, den gerade Einwohner leicht beitragen können. Auf ihren täglichen Wegen vorbei an immer denselben Bäumen können sie viele Alarmzeichen entdecken, fotografieren und dabei ein nahes Verhältnis zu „ihren“ Bäumen aufbauen. Das verantwortliche Grünflächenamt verschafft sich diesen Überblick zweimal im Jahr mit Baumbegehungen und der schriftlichen Ergebnisdokumentation im Baumkataster. Die amtlichen Pflegemaßnahmen, die daraus resultieren, schließen allerdings lt. SGAAuskunft von 2025 das Lebenselixier Wasser und Düngung für mittelalte und alte Bäume aus. Ebenso ist das Amt nicht zuständig für baum-entlastende Baumaßnahmen wie Entsiegelung, Sickermulden, Grüne Gullys undundund. Diese ressortübergreifende Problemlage ist bekannt, doch ihre Behandlung lässt sich nur immer wieder beharrlich versuchen.
Fangen wir an mit dem, was jeder ohne Fachkenntnisse bemerken kann:
• kahle Zweige oder Äste, schlaff hängende Blätter
• herabgefallene Zweige oder Äste oder fehlende, ausgesägte Äste.
• verletzte oder verätzte Stämme, Pilzbewuchs
Wesentlich beim Dokumentieren ist
Die genaue Adresse des Baumes (Baum-Nr. und Straße). Hilfreich ist das Geoportal, falls sich die Baumnummer nicht am Baum befindet
Die genaue Abbildung der Alarmzeichen an den Bäumen
Die Baumscheibe und die umliegenden Bodenverhältnisse sollten abgebildet sein (Kopfsteinpflaster lässt gut Wasser durch, Plattenwege weniger, Asphalt+Beton gar nichts) Mutmaßliche Gründe für die Schäden können, aber müssen nicht notiert werden.
Das Datum der Beobachtung o Ggf. Name der/des Fotografin/en
Beobachtungen senden an Ute Brüning: ub@grafikdesign-geschichte.de
Anregende ähnliche Aktivitäten
bietet die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e.V.: „Deine Kiezbäume“ in Charlottenburg https://www.sdw-berlin.de/projekte-in-der-stadt/deinekiezbaeume/
bietet der B.U.N.D. Er stellt eine App zur Verfügung. Deutschlandweit würde dann so eine Datenbank der Baumschäden entstehen. Allerdings scheint die Verwendung der App B.U.N.D.-Mitgliedern vorbehalten zu sein. (Wird noch erfragt) https://www.bund.net/mitmachen/bundintern/mitmachen-undaktionen/mein-baum-app-fuer-bund-gruppen/
Unsere Sammlung
Unsere Sammlung erlaubt ein stadtteilbezogenes, spontanes und beliebig ausführliches Dokumentieren. Ich stelle für die Beispiele zunächst eine Seite auf unserer Klimatisch-Website https://klimatisch.jimdofree.com/stra%C3%9Fengr%C3%BCn/alarmzeichen/ zur Verfügung. Vielleicht ergibt sich auch die Möglichkeit, später manche unserer Ergebnisse in die B.U.N.D.-Datenbank zu übertragen. Ich fände es toll, wenn möglichst viele Menschen zu dieser Doku beitragen würden. Die Auswertung und Diskussion der Ergebnisse (dafür denken wir uns noch geeignete Formate aus!) wird Erhaltungsmaßnahmen für den Baumbestand nach sich ziehen. Wir schaffen damit Voraussetzungen für wirksamen Hitzeschutz. für Artenvielfalt und nicht zuletzt für Stadtästhetik.
Mehr Informationen dazu bei:
Ute Brüning
Tel. +49 179 86 49 661



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